Piercing Pflege & Nachsorge für 1 Jahr

Diese Anleitung beschreibt die allgemeine Pflege und Begleitung eines Piercings über einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten. Heilungszeiten können je nach Körperstelle und individueller Reaktion variieren.

 

Phase 1: Erste 0–14 Tage (Akutphase)

In den ersten Tagen ist das Piercing eine frische Wunde.

Pflege:

  • 2× täglich mit steriler Kochsalzlösung reinigen
  • Hände vor jeder Berührung gründlich waschen
  • kein Drehen oder unnötiges Bewegen des Schmucks
  • keine Make-up-, Creme- oder Pflegeprodukte in der Nähe
  • nicht abdecken (außer medizinisch notwendig)

Normal in dieser Phase:

  • leichte Rötung
  • Schwellung
  • Wärmegefühl
  • geringe klare Flüssigkeit (Wundsekret)

 

Phase 2: Woche 3–6 (frühe Heilung)

Die äußere Haut beginnt zu schließen, innen ist noch Heilung aktiv.

Pflege:

  • 1–2× täglich Kochsalzlösung
  • weiterhin hygienisch arbeiten
  • keine Schwimmbäder / Sauna
  • keine mechanische Belastung (Reiben, Druck, Schlafdruck)

Wichtig:

  • Schmuck nicht wechseln
  • keine unnötige Manipulation

 

Phase 3: Monat 2–3 (Stabilisierungsphase)

Die Haut wirkt oft bereits „fertig“, ist aber innen noch empfindlich.

Pflege:

  • 1× täglich oder nach Bedarf reinigen
  • weiterhin vorsichtig im Alltag
  • Reizung vermeiden (enge Kleidung, Druck, Sportkontakt)

 

Phase 4: Monat 4–6 (Langzeitheilung)

Das Piercing stabilisiert sich tiefer im Gewebe.

Pflege:

  • Reinigung nur noch bei Bedarf
  • keine aggressiven Produkte
  • Schmuck nur wechseln, wenn wirklich notwendig

 

Phase 5: Monat 6–12 (Reifephase)

Das Piercing gilt oft äußerlich als abgeheilt, ist aber weiterhin ein Körperdurchgang.

Pflege:

  • gelegentliche Reinigung bei Reizung
  • Schmuck regelmäßig kontrollieren (Sitz, Material)
  • bei Problemen früh reagieren (Druckstellen, Entzündung)

 

Empfohlene Pflegeprodukte

Bevorzugt wird:

  • sterile Kochsalzlösung (0,9%) aus der Apotheke

Optional:

  • Prontolin oder Notfalls das Octenisept

Wichtig:
Kochsalzlösung ist ausreichend. Mehr Produkte sind meist nicht notwendig.

 

Was vermieden werden sollte

  • Alkoholhaltige Desinfektionsmittel
  • Wasserstoffperoxid
  • aggressive Seifen
  • Salben ohne Empfehlung
  • ständiges Drehen des Schmucks
  • unnötiges Berühren

Hinweise zur Heilung

Die Heilung ist individuell. Faktoren wie:

  • Körperstelle
  • Immunsystem
  • Reibung im Alltag
  • Schmuckmaterial

können den Verlauf beeinflussen.

Wann sollte man reagieren?

Bei:

  • starker anhaltender Rötung
  • zunehmender Schmerz
  • Eiterbildung (gelb/grün)
  • starkem Druckgefühl
  • Fieber

→ NOTFALL WHATSAPP NR. +4915161000002

© FoxMed Österreich-Dachverband für Piercing und Tattoo e.V.
Alle Rechte vorbehalten.

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